Der Behandlungsansatz ist neurobiologisch-psychosomatisch. Dabei wird dem neurobiologischen Aspekt des Schmerzes behandlerisch Rechnung getragen. D.h. zunächst wird eine genaue Diagnostik durchgeführt um differenzieren zu können, welcher Mechanismus dem Schmerz zugrunde liegt, um dann indikationsbezogen zu behandeln. Dies unter dem Aspekt, dass „Schmerz“ nicht gleich „Schmerz“ ist, sondern die zugrunde liegenden Mechanismen für die unterschiedlichen Therapien mit ausschlaggebend sind. Nämlich, ob es bei dem chronischen Schmerz um einen Gewebe- oder durch Nervenschädigung bedingten Schmerz geht oder ob er stress- bzw. biographischbedingt ist oder beides vorliegt.

Bei den sogenannten stressbedingten Schmerzstörungen besteht Kompetenz für Fibromyalgie, somatoforme Störungen, Rückenschmerzen, craniomandibuläre Dysfunktion, chronique fatiquesyndrom, Kopfschmerzen, Migräne, Magen-Darmbeschwerden, etc.

Möglicherweise überprüfen wir die Medikationsfrage, gemäss den aktuellen Standards, was unter Einbeziehung des Patienten geschieht.

Die Schmerzbehandlung wird je nach „Schmerz“-Diagnose leitliniengerecht und individuell ausgerichtet. Die Therapiekonzepte sind biopsychosozial und wissenschaftlich fundiert. Die Therapieausrichtung ist schulenübergreifend, nach Grawe orientiert, und integriert tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische sowie interaktionelle und störungsspezifische Ansätze. Meist findet eine multimodale Behandlung statt mit zahlreichen Therapiebausteinen wie z.B. stress-schmerzbezogener Psychotherapie im Einzel und in der Gruppe. Entspannungsverfahren, Musiktherapie sowie zahlreiche Sport- und Bewegungstherapien gemäss Störungsbild, medizinisch-ärztliche Behandlung, Schmerzvorträge, ggf. medikamentöse Behandlung, etc.