Entspannungsverfahren wirken vor allem auf die „Stressachse“ und das autonome Nervensystem. An Verfahren werden indikationsbezogen folgende Verfahren angewendet:

Autogenes Training

Das autogene Training ist eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik. Dabei wird das Ziel verfolgt, sich selbst in einen Zustand der Entspannung zu versetzen.

Autogenes Training kann von Stress befreien und das vegetative Nervensystem entspannen. Medizinische Indikationen für das Autogene Training sind klassischerweise Neurosen, phobische Störungen und psychosomatische Erkrankungen, z.B. Flug- und Platzangst, Magengeschwüre und Begleittherapien bei Krebserkrankungen.

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson

Der Grundgedanke ist, dass neuromuskuläre Vorgänge notwendiger Bestandteil des Denkens und Fühlens sind. Demnach muss ihre Veränderung auch Veränderungen der emotionalen und kognitiven Prozesse nach sich ziehen. Wir gehen weiterhin von einer unmittelbaren Wechselwirkung zwischen Körpergefühl, Lebensgefühl und Muskeltonus aus; durch bewusste Einflussnahme, hier Anspannen und in der Folge loslassen, wird Selbstwirksamkeit und Selbstverantwortung erlebbar gemacht und gefördert.
Die dynamische Balance als Schwingungsfähigkeit in verschiedenen polaren Richtungen ist Ausdruck von Gesundheit, daraus leitet sich das Lernziel eines PMR-Trainings ab.

Die Indikationen sind vielschichtig, als Beispiele seien hier neben Angsterkrankungen die psychosomatischen Krankheitsbilder wie essentielle Hypertonie, Schmerzsyndrome, Migräne, Schlafstörungen und Tinnitus genannt.

Qigong

Qigong ist ein bedeutender Zweig der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und hat eine über 4000 Jahre zurückreichende Tradition.

Die Übungen des Qigong in Ruhe und in Bewegung mobilisieren mittels Körperhaltung, Atmung, Vorstellungsvermögen und Konzentration die individuelle Lebenskraft und wirken regulierend auf körperliche und seelische Funktionen.

Die Qigong Übungen im Stehen und auch im Gehen führen mit weichen, fließenden Bewegungen zur Entspannung und zu seelischer Ausgeglichenheit; Verspannungen werden gelöst und Stress wird besser bewältigt. Im Sinne der Einheit von Körper und Geist bewirken die ausgewählten Übungen des Qigong auch innere Stabilität und fördern die geistige Entwicklung.

Durch Anleitung der erfahrenen Kursleitung und entsprechende Anpassung der Übungen an die individuellen Bedingungen kann Qigong, unabhängig vom Alter und weitgehend unabhängig vom Gesundheitszustand, von jedem Patienten erlernt und geübt werden.